Willkommen

Herzlich willkommen auf meinem Blog,

hier findet Ihr Informationen, Meinungen und Erfahrungen rund um das Stillen, speziell dem Tandem- und Langzeitstillen.

Viel Spaß beim Stöbern!

Sonntag, 29. April 2012

Geburt und Stillen im Film

Hallo,

vor zwei Tagen habe ich wieder mal einen Film - "Männerherzen 2" - gesehen, in dem auch geboren wurde. Und ich muß sagen, ich verstehe nicht, warum das nicht realistischer dargestellt wird. Es ging ja hier nicht um irgendeine besonders schwierige oder anders auffällige Geburt (allerdings waren es Zwillinge), sondern um eine ganz normale. Schon der Anfang - Frau krümmt sich plötzlich vor Schmerz - ist so falsch. Wenn dies mal passiert, handelt es sich doch höchstwahrscheinlich um eine Art Notfall, denn normalerweise beginnnen irgendwann Wehen, die zunächst nicht so schmerzhaft und eine ganze Weile recht erträglich sind.
Dann gab's im Kreißsaal hektisches Geschrei. Die Geburt selbst wurde dann nicht gezeigt. Dass eine normale Geburt stundenlanges Warten und Wehenarbeit und viel Besinnung der Frau auf sich selbst und ihren Körper bedeutet, kam gar nicht zum Ausdruck. Wenn es nicht möglich ist das irgendwie darzustellen, sollte man solche wilden Geburtsszenen meiner Meinung nach lieber weglassen. Die Handlung hätte es nicht gestört.
Danach ging es auch nicht besser weiter. Die Kinder hatten praktisch noch im Kreißsaal einen Nuckel (auf jeden Fall eins, wenn ich mich recht erinnere) und einige Tage später zu Hause gab Papa die Flasche. Die Frau im Film war Webdesignerin, die hätte so gut ein Baby auf dem Schoß an der Brust - am PC arbeitend - halten können (Habe ich ständig so gemacht).
Ich finde es soooo schade, dass als Normalität nicht eine halbwegs realistische Geburtssezenerie und das Stillen gezeigt werden. Das würde vielleicht etwas ändern im Denken der Leuten, die diese Filme sehen und das Gezeigte als Noarmlität in unserer Gesellschaft wahrnehmen.
Kein Wunder, dass die jungen Leute dann ganz überrascht sind, dass Geburt ja ganz anders ist, bzw. das Stillen irgendwo in der Esotherikecke verorten.
Der Handlung der Filme würde es ja keinen Abbruch tun, ein wenig mehr an der Realität zu bleiben und als normal zu propagieren, was gut und richtig ist (Stillen). Das soll ja keine Vorschrift sein, dass jede Frau unbedingt stillen muß, aber wenn man von klein auf Filme sieht bzw. eine Umwelt wahrnimmt, in der halbwegs natürliche Geburten und Stillen normal sind, kommt man u. U. erst gar nicht auf andere Gedanken, wenn man selbst mal schwanger ist.
"Männerherzen 2" ist ja hier nur ein Beispiel, bei dem es mir irgendwie besonders auffiel. Gestern z. B. sah ich "Happy new year" - da wurde das Ganze irgendwie viel normaler dargestellt - mit ewigem Warten auf die Wehen inkl. entsprechender Manipulation :-) (Kind sollte aufgrund einer avisierten Gelsprämie unbedingt an Silvester um Mitternacht kommen), es gab einen Blasensprung und es ging insgesamt viel weniger hektisch und aufgeregt zu. Vor allem haben sich die Frauen nicht sofort vor Schmerzen gerkümmt. Stillen habe ich nicht gesehen, aber auch kein Fläschchen. Allerdings gingen die Geburten ein wenig schnell. Es kann sich nur um 3 -5 Stunden ab Wehenbeginn gehandelt haben. Tja, Filme werden nie ganz realistisch sein, aber ich würde mir wünschen, die Filmemacher würden ein wenig mehr darüber nachdenken, was sie uns so als Normalität verkaufen.
Das mußte ich mal los werden und jetzt geht's mit den Kindern raus - Eis essen!

Bis später!

Angela

Kommentare:

  1. Meistens sind "Filmgeburten" doch superschnell, zwei bis drei Wehen, dann nochmal drei oder vier Presswehen und schwups ist das Baby da!
    Annähernd realistische Geburten habe ich in Filmen bisher selten gesehen, so spontan fällt mir keine ein.

    Liebe Grüße
    Stephanie

    AntwortenLöschen
  2. Ich auch nicht und sicher kann man sie auch nicht zeigen, wie sie sind, aber man kann ein paar Aspekte so zeigen, wie es normal sein sollte, z. B. im Falle des Stillens.

    LG
    Angela

    AntwortenLöschen